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Reading Luandino22.3.2011
Eine Herausforderung der besonderen Art: Luandino Vieira lesen.

Ist die Bezeichnung "portugiesischsprachige Literatur" noch angemessen, wenn man nur mit Hilfe eines Glossars den Sinn der Handlung zu entschlüsseln vermag? Dass der Autor Vokabeln des Kimbundu in den Text einwebt, um damit einen höheren Grad an angolanidade zu erreichen, wäre eine Untertreibung, wenn nicht sogar eine grundsätzliche Fehleinschätzung des sprachlichen (nur sprachlichen?) Charakters dieses Romans.

De rios velhos e guerrilheiros. I. O livro dos rios.

Ein Buch des mit sprachlichem Genie ausgestatteten angolanischen Autors, der sich im anti-kolonialen Widerstand der 50er bis 70er Jahre engagierte und dafür viele Jahre im Gefängnis büßen musste. Dieser Roman, in dem sich Erinnerungen an die Guerrilha mit einer Kartographie angolanischer Flüsse, einer Liebeserklärung an die Flora und Fauna des Landes und der Verarbeitung universeller Themen wie Kindheit, Schuld und Tod verknüpfen, ist mithin jenen gewidmet, die wie Luandino Vieira ihre Haftstrafe im Konzentrationslager von Tarrafal (http://de.wikipedia.org/wiki/Campo_do_Tarrafal) verbüßten.

Namen, die von Personen und die von Flüssen. Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Kriegsmaschinerie. Lebensmittel. Bäume, Witterungszustände, Fischarten, Redewendungen.
All das in den Worten einer Sprache, zu der man oft kein anderes Werk findet als Cordeiro da Mattas Ensaio de diccionario Kimbúndu-portuguez aus dem Jahre 1893. Das Glossar des Romans umfasst sieben Seiten und hilft bei einer Großzahl unbekannter Begriffe nicht weiter. Google gibt hin und wieder Auskunft: Lukala, Name eines Flusses. Das ist ja auch das "Buch der Flüsse". Aber, was bedeutet Kalukala? Der Name Kapapa, einer der Namen des Protagonisten und Ich-Erzählers? Vielleicht soll das Auslassen der Begriffe ein Ansporn für den Leser sein, ihren Sinn auf anderen Wegen zu ergründen. Ein margulho, ein Tauchen in das Meer.

Schließlich weiß Luandino um die Kraft des Geheimen. "Três coisas maravilham na minha vida, a quarta, não lhe conheço...". Das größte Geheimnis bleibt der Weg des Menschen im Tod.

[Und die Frage, warum es keine Übersetzung dieses großartigen Romans ins Deutsche gibt...?]

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29.3.2009

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29.10.2007

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Ponte 25 de Abril bei Nacht17.7.2007

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Queremos Portugues!21.6.2007

Olá amigos,

 

Nach einer knappen Woche in Deutschland, in der ich beim Festival de Colores in Jena mitgemacht habe, bin ich für nur einen Monat nach Lisboa zurückgekehrt. Im Rahmen des Festivals gab es eine Studententagung zur Lusophonie (also zu allen portugiesischsprachigen Ländern, ihrer Wirtschaft, Politik, Kultur, Literatur usw.). War eine gute Erfahrung, und eine bis zum Rand gefüllte Woche. Jetzt geht es daran, die Liste der noch in Portugal zu erledigenden Dinge abzuarbeiten. Das heißt, erst wenn alle Klausuren und Hausarbeiten geschafft sind...Zur Zeit bin ich mit "O Manequim e o Piano" beschäftigt, einem Roman von Manuel Rui (angolanischer Autor), der leider fast vollständig auf Satzzeichen verzichtet.

Aber das Ende ist in Sicht, und dann heißt es endlich férias em Portugal. Dann gibts vielleicht auch mal wieder ein paar nette Bilder zu zeigen...

 

Es grüßt euch eure

 

Judith

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2 much 2 do2.6.2007

Hallo aus dem Chaos,

 

denn unsere WG ist zurzeit Wohnstätte für 8 Personen. Cristina zieht morgen aus und hat deshalb ihre spanische Mama mit da, Anika, die in ihr Zimmer zieht, ist schon eingezogen, Marta aus Polen ebenfalls, und ich hab noch Besuch von zu Hause: Franzi und Christoph. Weil das nicht genug ist, haben wir heute noch Elsa beim Auszug geholfen und eine Abschieds- bzw. Willkommensfeier veranstaltet. Nebenbei musste ich noch nach Queijas, einen Stadtteil von Lissabon, der relativ außerhalb liegt. Dort traf ich Ana Moura, eine Fadosängerin, um sie für die Romanistikzeitschrift der Uni Jena zu interviewen (nachdem schon ein Artikel und Fotos dafür entstanden sind). Sie hat gerade ein neues Album rausgebracht, auf dem unter anderem der Saxofonist der Rolling Stones zu hören ist, und sie ist außerdem eine sehr nette Person!

Morgen geht es erst einmal nach Porto, eine gute Gelegenheit, mal wieder mehr als Lissabon zu sehen.

 

Boa noite und até logo

 

Judith

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GG Memorial28.5.2007

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Desculpem...28.5.2007

Olá,

 

Ich weiß ich weiß, lange keine Neuigkeiten mehr aus dem Südwesten Europas. Das liegt vieleicht auch daran, dass es hier seit Wochen regnet, während bei euch schon der Sommer angefangen hat (alle deutschen Erasmus-Studenten denken, es sei ihre Schuld. Ich denke, Deutschland bekommt Mittelmeerklima aufgrund des Treibhauseffekts).

Der eigentliche Grund, dass ich so selten schreibe: Da ich im Juni am Festival de Colores in Jena teilnehme und auch die Uni in Lissabon einige Klausuren und Hausarbeiten verlangt, bin ich voll beschäftigt. Noch dazu haben wir gerade Besuch aus aller Welt: Silvia aus Italien, Renate aus Holland, Helena aus Montenegro und bald auch Franzi, meine Mitbewohnerin aus Leipzig, mit ihrem Freund *freu. Bin also zwischen Treffs mit Freunden, Bibliothek, Chorproben und Zuhause unterwegs. Da gibts jetzt auch mal wieder einige Veränderungen: Cristina und Elsa ziehen Ende des Monats aus, und in ein Zimmer wird Anika einziehen, ebenfalls deutsche Erasmus--Studentin. Eine Germanisierung unserer WG sozusagen. Das andere Zimmer ist noch frei, falls zufällig jemand nach Lissabon kommen möchte...:)

 

Zum obigen Foto: Im amerikanische TV lief letztens die allerletzte Folge von Gilmore Girls. Anlass für ein deutsch-portugiesisches Memorial. Ergebnis: 22 abgebrannte Streichhölzer, drei aus dem Fenster gefallene Streichhölzer und eine leertelefonierte Handykarte. Aber das war es wert :)

 

Beijinhos und até logo

 

Judith

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Alle folgenden Bilder mit freundlicher Genehmigung der talentierten Fotografin:27.4.2007

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Lieblingsbeschäftigungen in lisboa: Die Katzen ärgern...27.4.2007

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...zum Strand nach Cascais fahren...27.4.2007

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...im Atlantk schwimmen...27.4.2007

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...Café trinken in der Brasileira...27.4.2007

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...lesen...27.4.2007

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...schöne alte Gebäude bewundern27.4.2007

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...nachts durch Lissabon laufen...27.4.2007

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...und auch tagsüber natürlich27.4.2007

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Anti-Lieblingbeschäftigungen: Auf die Metro warten...27.4.2007

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...und in unbequemer Haltung auf Internet hoffen, während der Laptop fast aus dem Fenster fällt27.4.2007

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O Panteao de Lisboa: von der Kuppel und dem Dach aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und das Innere des Gebäudes27.4.2007

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